De Beers

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die offizielle Unternehmenspolitik von De Beers spricht sich gegen Kinderarbeit aus und stellt nach eigener Aussage nur Arbeiter ein, die älter als 16 Jahre sind. 3)
  • Dem Käufer verspricht De Beers: “Every diamond in De Beers Diamond Jewellery is conflict-free and child labour free”. 4)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Zu beachten ist dabei jedoch, dass der Handel mit Diamanten sehr undurchsichtig und nur schwer zu bewerten ist.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In den 90ern soll De Beers Diamanten aus Minen in Angola aufgekauft haben. In vielen Minen in Angola waren auch Kinder beschäftigt 6)
  • In der Vergangenheit gab es den Vorwurf an De Beers Blutdiamanten gekauft zu haben und dadurch Bürgerkriege in Afrika (insbesondere Sierra Leone und Angola) unterstützt zu haben 7) An diesen Kriegen waren auch Kindersoldaten beteiligt
  • Experten gehen davon aus, dass das Problem der Blutdiamanten noch nicht gelöst wurde 8)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • De Beers hat sich nach den Vorwürfen aus dem Geschäft mit Krisenregionen wie Angola und Sierra Leone zurückgezogen und unterstützt seitdem offiziell die Richtlinien der UN (beinhaltet ein Verbot des Exports von Edelsteine aus Angola und Sierra Leone) 9)
  • Uns ist nicht bekannt ob De Beers Maßnahmen ergriffen hat die Geschädigten zu entschädigen.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Hierzu liegen uns keine aussagekräftigen Informationen vor.

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10.09.2008 11/57

Quellen

  1. De Beers [zurück zum Text]
  2. Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler [zurück zum Text]
  3. De Beers: “Living up to diamonds – Report to Society 2007″ [zurück zum Text]
  4. De Beers [zurück zum Text]
  5. De Beers: “Living up to diamonds – Report to Society 2007″ Link nicht mehr abrufbar – 01.10.2014 [zurück zum Text]
  6. Produkteseite “Diamanten : Edelsteine” [zurück zum Text]
  7. Bund demokratischer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen [zurück zum Text]
  8. Wikipedia [zurück zum Text]
  9. Bund demokratischer Wissenschftlerinnen und Wissenschaftler [zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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