Confiserie Coppeneur

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kakao - Zucker -
Branchenzuordnung: Süßwaren -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Verwendung von 4 Kakaosorten, die generell in folgenden Ländern angebaut werden (unklar, ob Coppeneur diese auch aus all diesen Ländern bezieht):
  • Eigene Kakaoplantage auf Nosy Be (vor der Küste Madagaskars), erste Ernte 2011 erwartet3)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Es gibt keinen expliziten Code of Conduct oder einen ähnlichen Verhaltenskodex. Die Confiserie gibt an, dass sie keine sozial bedenklichen Plantagen bewirtschaftet. Die Firma spricht sich ausdrücklich gegen Kinderarbeit in ihrer Produktionskette aus und erklärt, dass die notwendigen Rohstoffe oberhalb des Marktpreises angekauft werden.
  • Die Confiserie Coppeneur kennzeichnet ihre Produkte nach eigenen Angaben ausführlich und transparent, sodass Plantagen genau zurückverfolgt werden können.4)
  • Die Confiserie Coppeneur bietet auch Bio Schokoladen an. Dies macht jedoch nur einen Teil der Produktpalette aus.

 

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Das Unternehmen besucht seine Plantagen und führt Gespräche mit den Lieferanten vor Ort. Die Confiserie gibt an, dass ihr die Gegebenheiten in ihren Plantagen bekannt sind.4)
  • Es finden keine unabhängigen Kontrollen statt. Des Weiteren ist nicht eindeutig ersichtlich, inwiefern interne Kontrollen durch das Unternehmen durchgeführt werden und welchen Kriterien diese folgen.

 

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Das Unternehmen bezieht (wahrscheinlich) Kakao aus der Elfenbeinküste (woher 40% des auf dem Weltmarkt gehandelten Kakaos stammt) oder anderen westafrikanischen Ländern. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit bekannt und in einer Studie des International Institute for Tropical Agriculture (IITA) belegt worden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die Confiserie Coppeneur ist Partner von Childhood und unterstütz Organisationen wie die Welt-Kinderhilfe und die Karl-Heinz-Böhm-Stiftung (Spitzenköche für Afrika) vorrangig durch finanzielle Unterstützung.4)5)

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

—-

24.02.2009 15/04

Links und Quellen

  1. Homepage Confiserie Coppeneur []
  2. Produktkatalog Confiserie Coppeneur No. 14 []
  3. Coppeneur : eigene Kakaoplantage []
  4. Angaben gemäß Schreiben des Unternehmens vom 18.07.2012 [] [] []
  5. CHILDHOOD – Auktion – Confiserie Coppeneur – link zum Artikel nicht mehr abrufbar am 28. 02. 2014- und Spende im Rahmen des BMW Sailing Cup Link zum Artikel nicht mehr abrufbar am 28. 02. 2014 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

Ein Kommentar zu Confiserie Coppeneur

  1. Thomas Pape sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    auf Ihre Darstellung des Hauses Coppeneur bin ich durch Zufall gestoßen. Diese Darstellung bedarf einer Korrektur. Das Unternehmen verarbeitet ausschließlich Edelkakaos. Die allerdings nicht in der Elfenbeinküste angebaut. Provenienzen werden auf den Tafeln ausgelobt. Der Kakao stammt weitestgehend aus Staaten Südamerikas. Es bestehen direkte Handelsbeziehungen zu den Kakaoproduzenten. Bei Edelkakao ist die Nachfrage erheblich höher als das Angebot, es werden überdurchschnittlich hohe Preise für den Kakao bezahlt. Eine Problematik wie die von Ihnen geschilderte besteht in dem Sektor nicht.

    Über die Mitgliedschaft im Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie ist das Unternehmen an allen Maßnahmen beteiligt, die deutsche Kakao-und Schokoladenwirtschaft gegen mißbräuchliche Kinderarbeit unternimmt.

    Gelegentlich werde ich mir die übrigen Unternehmensdarstellungen anschauen. Persönlich halte ich es -vorsichtig formuliert- für eine fragwürdige Praxis, aus nicht ausgefüllten Fragebögen auf einen worst case zu schließen und den als Sachverhalt darzustellen. Diese Praxis sollten Sie vielleicht überdenken. Oder ggf. den Kontakt zu uns suchen (www.infozentrum-schoko.de).

    Mit besten Grüßen
    Thomas Pape

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