Birkenstock

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Kautschuk - Leder - Schuhe -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Alle von Birkenstock vertriebenen Produkte werden in Deutschland produziert.1)
  • Die Fußbetten für die Schuhe werden bei einem deutschen Hersteller eingekauft. Dieser bezieht den dafür verwendeten Kork aus Portugal und Latexmilch für Latex aus nicht-europäischen Ländern2)

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Die Birkenstock GmbH & Co. KG verfügt über einen „Code of Conduct“ aus dem Jahre 2009, in dem ihre Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern, deren Gesundheit und Sicherheit und die Versicherung auf die alleinige Produktion in Deutschland im Vordergrund steht. Zwangsarbeit und Kinderarbeit jeglicher Form werden abgelehnt.3)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Da sich alle Produktionsstätten in Deutschland befinden, werden diese neben den internen Kontrollen auch regelmäßig von der Berufsgenossenschaft überprüft.3)
  • Laut Birkenstock gibt es weder in den eigenen Fabriken, noch in den Produktionsstätten der Lieferanten Kinderarbeit, dies werde von Birkenstock selbst kontrolliert.4)
  • Der Hersteller der Fußbetten garantiert die Einhaltung der Vorschriften in den Zulieferfabriken.5)

Das Unternehmen kontrolliert (nach unserer Einschätzung) nicht alle relevanten Produktionsschritte. Um ausbeuterische Kinderarbeit für ein Endprodukt möglichst ausschließen zu können, müssen alle relevanten Produktionsschritte kontrolliert werden. Relevant sind Produktionsschritte in Ländern oder Regionen, für die bekannt ist, dass ausbeuterische Kinderarbeit in diesem Bereich regelmäßig vorkommt. Dies betrifft auch Vorprodukte über die gesamte Produktions- und Lieferkette hinweg, die das Unternehmen von Zulieferern bezieht.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Birkenstock wurde mit keinem Vorwurf der Kinderarbeit konfrontiert.3)

Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen keine Vorwürfe zu Kinderarbeit vor.3)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • 2008 entwarf Birkenstock für die „Tribute to Bambi“ Stiftung (Einsatz für benachteiligte Kinder in Deutschland) eine eigene Kollektion, deren Erlöse zu 100% an die Stiftung gespendet wurden.6)
  • Birkenstock engagiert sich für Umweltschutz. Es werden umweltfreundliche Klebstoffe eingesetzt und energiesparende Maßnahmen ergriffen.7)

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07.03.2012 16/01

Links und Quellen

  1. Mitteilung von Birkenstock an EarthLink vom 02.09.2010 []
  2. Mitteilung an EarthLink vom 08.03.2012 []
  3. Mitteilung von Birkenstock an EarthLink vom 02.09.2010 [] [] [] []
  4. Mitteilung von Birkenstock an EarthLink vom 06.03.2012 []
  5. Mitteilung von Birkenstock vom 08.03.2012 []
  6. Pressemitteilung von Birkenstock []
  7. Webseite von Birkenstock []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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