Barbour

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Das Unternehmen verfügt über einen eigenen „Barbour Code of Conduct“, den alle Produktionspartner unterzeichnen müssen.
  • Kinderarbeit wird unter Bezugnahme auf die ILO-Standards untersagt. Als Kinder werden Personen unter 15 Jahren definiert. Sollte die jeweilige Gesetzgebung des Produktionslandes strengere Standards vorsehen, sind diese verbindlich.
  • Sollte ein Fall von Kinderarbeit auftreten, wird von dem entsprechenden Betrieb verlangt, das betroffene Kind von der Arbeit freizustellen und ihm stattdessen dauerhaften Zugang zu Schulbildung zu ermöglichen.
  • Nachtschichten und die Arbeit in gesundheitsgefährdener Umgebung sind für Personen unter 18 Jahren untersagt.
  • Barbours Zulieferfirmen sind verpflichtet, die Einhaltung der Sozialstandards in den ihnen zuliefernden Firmen (Rohstoffe) zu kontrollieren.

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Barbour ist Mitglied bei SEDEX1). Die Organisation führt alle zwei Jahre  bei 90-95% der direkten Zulieferfirmen angekündigte externe Kontrollen durch. Dabei werden vor allem Geschäftspartner überprüft, bei denen Risiken vermutet werden.
  • Laut eigenen Angaben besuchen Mitarbeiter des Unternehmens regelmäßig alle Produktionsstätten der direkten Zulieferer und sind angehalten jegliche Unregelmäßigkeiten zu melden.
  • Für die Kontrolle der Einhaltung der Sozialstandards in eigenen Zulieferfirmen sind Barbours Geschäftspartner verantwortlich.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In direktem Bezug auf dieses Unternehmen bzw. diese Marke sind uns keine Vorwürfe zu Kinderarbeit bekannt.
  • Laut Barbour sind bisher keine Fälle von Kinderarbeit aufgetreten. Es gab lediglich kleinere Vorfälle, zum Beispiel Überstunden minderjähriger Arbeitskräfte.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • kleine Vorfälle wurden umgehend gemeldet und konnten mit den betroffenen Betrieben geklärt werden.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Die gemeinnützige Stiftung „The Barbour Foundation“ engagiert sich im sozialen Bereich überwiegend im Nordosten Englands. Konkret gegen Kinderarbeit gerichtete Projekte gibt es derzeit nicht.

Bemerkenswertes


Links und Quellen

schriftlicher Kontakt mit Barbour im Oktober und November 2013.

  1. http://www.sedexglobal.com/about-sedex/ – aufgerufen am 29.10.2013 []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

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