Apple

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Coltan - Kupfer -
Branchenzuordnung: Elektronik -

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Apple lässt seine elektronischen Geräte in China produzieren. Weitere Produktionsorte sind uns nicht bekannt.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Apple besitzt einen firmeneigenen Code of Conduct, der Kinderarbeit strikt untersagt. Der Kodex beinhaltet außerdem Richtlinien zur Arbeitszeit und zur Bezahlung der Arbeiter. Der Verhaltenskodex schreibt den Zulieferern vor, dass die Zulieferer sichere Arbeits- und Lebensbedingungen garantieren müssen. Des Weiteren verpflichtet Apple sich und seine Zulieferer konsequent umweltfreundliche Methoden einzusetzen. 1)
  • Apple ist der Fair Labor Association (FLA) beigetreten, die sich weltweit für bessere Arbeitsbedingungen einsetzt 2)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Laut ihrem “Suppliers Code of Conduct” lässt Apple Kontrollen (sog. Audits) bezüglich der Einhaltung der Vorschriften durchführen. Die Ergebnisse dieser Kontrollen sind in einem jährlichen Abschlußbericht festgehalten und im Internet abrufbar. 3)
  • Kontrollen erfolgen durch von der FLA akkreditierte, unabhängige und externe Inspektoren. Die Ergebnisse der Inspektionen werden der Öffentlichkeit in Jahresberichten zugänglich gemacht. Die Kontrollen erfolgen jedoch nicht flächendeckend.

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • In ihrem jährlichen Bericht von 2010 gab Apple bekannt, dass bei einem chinesischen Zulieferer 11 Kinder unter 15 Jahren beschäftigt wurden, obwohl in China das Mindestalter 16 Jahre ist. Auch sei die Höchstarbeitszeit von 60 Wochenstunden überschritten worden. 4) 5)
  • In ihrem jährlichen Bericht von 2011 gab Apple bekannt, dass in 10 Zulieferbetrieben insgesamt 91 Kinder gearbeitet hätten. 6)

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Über die zuerstgenannten Vorwürfe (vom Februar 2010), die von Apple zugegeben und selbst veröffentlicht wurden, liegen uns noch keine gesicherten Erkenntnisse über ergriffene Maßnahmen vor. Apple kündigte jedoch an, sich von entsprechenden Zulieferern zu trennen. 7)
  • Bei den Fällen von 2011 gab Apple bekannt, sich entweder von den betroffenen Zulieferern getrennt zu haben oder diese angewiesen zu haben, das Alter der Mitarbeiter besser zu kontrollieren
  • Um für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu sorgen, gab Apple zu Beginn des Jahres 2012 eine Liste mit den Namen von 97% seiner Zulieferbetriebe bekannt. 8)

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es konnten Missstände bei Arbeitszeiten (Arbeitszeiten von mehr als 60 Stunden/Woche) und Unterbringung der Arbeiterinnen und Arbeiter aufgedeckt werden. 9) Apple reagierte hierauf mit einem konkreten Aktionsplan. 10)
  • Im Jahr 2012 gab Apple bekannt, dass nur 38 Prozent der Zulieferer die von Apple festgesetzte Norm einer maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden und einem garantierten freien Tag pro Woche einhielten. Ein Drittel der Zulieferer wären nachlässig im Umgang mit gefährlichen Substanzen und ebenfalls ein Drittel hielte die Standards zur Verhinderung von Verletzungen nicht ein.
  • In dem Jahresbericht von 2011 gab Apple bekannt, dass in einem Betrieb 137 Arbeiter in schlecht belüfteten Räumen der Chemikalie N-Hexan ausgesetzt waren, was deren Gesundheit schadete. Weiterhin gebe es in 52 Fabriken “keine Regelungen, um die Diskriminierung aufgrund der Ergebnisse medizinischer Tests” zu verbieten. 24 Fabriken prüften routinemäßig bei den Arbeiterinnen auf Schwangerschaft und 56 Fabriken verböten nicht die Diskriminierung aufgrund bestehender Schwangerschaft. 11)
…Computerhersteller: Kinderarbeit bei Apple-Zulieferern – weiter lesen
auf FOCUS Online:

http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/computerhersteller-kinderarbeit-bei-apple-zulieferern_aid_600217.html

  • Apple nimmt ältere Computer und i-Pods wieder zurück und entsorgt sie. Nach eigenen Angaben sei die Entsorgung umweltfreundlich und es fänden keine Exporte in Drittweltländer statt. Dadurch könne vermieden werden, dass Kinder bei der Beseitigung des Elektronikschrotts beteiligt werden. 12)

—-

11.12.2008 13/38

 

Links und Quellen

  1. Apple [zurück zum Text]
  2. Mitgliederliste der FLA[zurück zum Text]
  3. Apple [zurück zum Text]
  4. Meldung in unserem Weblog vom 1.3.2010 [zurück zum Text]
  5. {{/files/_media/firmen/apple_menschenrechtereport.pdf">Apple Supplyer Responsibility Progress Report 2010}} [zurück zum Text]
  6. http://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/computerhersteller-kinderarbeit-bei-apple-zulieferern_aid_600217.html [zurück zum Text]
  7. qwertz.net : areamobile – Link nicht mehr abrufbar – 09.01.14 [zurück zum Text]
  8. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/it/0,2828,809102,00.html [zurück zum Text]
  9. Blog: Aktiv gegen Kinderarbeit [zurück zum Text]
  10. MacWelt.de [zurück zum Text]
  11. http://business.chip.de/news/Apple-Weiter-Kinderarbeit-in-Chinas-Fabriken_53801694.html [zurück zum Text]
  12. Apple [zurück zum Text]

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv’ reagiert. ‚Positiv’ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ’ darauf reagiert. ‚Negativ’ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

2 Antworten auf Apple

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