Abercrombie & Fitch

Zu Abercrombie & Fitch gehören die Marken / Firmen:
Hollister

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit
Kontrollen der Produktionsstätten
Vorwürfe bzgl. Kinderarbeit
Für "Aktiv gegen Kinderarbeit" relevante Produkte oder Vorprodukte:
Baumwolle - Textilien -
Branchenzuordnung: Mode, Bekleidung, Textilien -
Das Unternehmen hat auf unsere Nachfrage an am 25.04.2012 noch nicht geantwortet.

Produktionsorte

Woher kommen die Produkte, Vorprodukte oder Rohstoffe bzw. wo wird produziert?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Unternehmenspolitik

Wie ist die allgemeine Unternehmenspolitik bezüglich Kinderarbeit?

  • Abercrombie & Fitch hat einen Code of Conduct, der auch für die Zustellerbetriebe gilt. Dieser verbietet die Kinderarbeit unter 14 Jahren. Ist das Mindestalter für Beschäftigung im jeweiligen Land höher, dann gilt dieses. Zu gefährlicher Kinderarbeit macht der Code of Conduct keine Angabe.1)

Kontrollen

Wie wird die Einhaltung der Unternehmenspolitik oder Richtlinien kontrolliert?

  • Bevor Abercrombie & Fitch Geschäftsbeziehungen mit einem Zulieferer eingeht, wird der Betrieb auf Kompatibilität mit den Standards von Abercrombie überprüft.
  • Neben internen Kontrollen, beschäftigt Abercrombie auch unabhängige externe Firmen, die die Zulieferbetriebe regelmäßig kontrollieren. Deren Kontrollberichte werden dann vom Nachhaltigkeits-Team von Abercrombie bewertet. Kontrollen werden zwar nicht direkt angekündigt, den Firmen wird aber ein zweiwöchiger Zeitraum angegeben, in dem die Kontrolle stattfinden wird.2) Im Anschluss an eine Kontrolle ist die kontrollierte Firma dazu verpflichtet, an Abercrombie einen Korrektur-Aktionsplan zu senden. Firmen, die weitere Unterstützung benötigen, bekommen monatlichen Besuch von einem Abercrombie-Mitarbeiter, der die Fabrik zur Behebung von Problemen berät. Macht die Fabrik keine Anstalten die Arbeitsbedingungen zu verbessern, wird die Geschäftsbeziehung mit dem Zulieferer beendet.3)

Vorwürfe

Gibt es Vorwürfe zu Kinderarbeit?

  • Die Maid in India-Studie der SOMO Forschungsgesellschaft und der ICN (India Committee of the Netherlands) identifizierte im April 2012 Abercrombie & Fitch als Abnehmer der indischen Textilfabrik Bannari Amman4) . Bei Bannari Amman wird bei der Einstellung und der Rekrutierung das Sumangali-Schema angewendet, d.h. die jungen Frauen werden mit Langzeitverträgen ausgestattet. Ihren Lohn bekommen sie erst nach Ableistung ihres Vertrages ausgezahlt. In dieser Hinsicht hat Bannari Amman Verbesserungen erzielt: Die Arbeiterinnen, die vor Vertragsende die Fabrik verlassen, dürfen seit August 2011 ihr bis dahin angespartes Geld behalten. Die jüngsten Arbeiterinnen, die die Forscher  in der Fabrik antrafen, waren 16 Jahre alt. Sie arbeiten unter Bedingungen, die man als ausbeuterisch definieren kann. Die Schichten der Arbeiterinnen dauern bis zu 16 Stunden, Überstunden werden nicht bezahlt. Die meisten Arbeiterinnen schlafen in Wohnheimen auf dem Fabrikgelände, diese dürfen sie nur unter Aufsicht ihrer Eltern oder Aufsehern verlassen4) .
  • Woher die Baumwolle in den Produkten des Unternehmens stammt, ist uns nicht bekannt. Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten. Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden. Abercrombie gibt an, dass es keine Baumwolle oder Produkte aus Usbekistan bezieht.5)
  • Die Textilien des Unternehmens wurden (womöglich) in asiatischen Ländern wie Indien und Bangladesh oder (womöglich) in südafrikanischen Ländern wie Lesotho oder Swasiland produziert. Aus diesen Ländern wird immer wieder über Kinderarbeit bei der Textilproduktion berichtet.
  • Ob das Unternehmen Produkte aus solchen Produktionsstätten oder Plantagen bezieht oder nicht, hat es uns nicht mitgeteilt. Soweit das Unternehmen keine wirksamen Kontrollen seiner eigenen Produktionsstätten und der seiner Vorlieferanten durchführen lässt, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Reaktionen

Wie reagierte oder reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Soziales Engagement

Engagiert sich das Unternehmen herausragend um ausbeuterischer Kinderarbeit entgegen zu wirken?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Bemerkenswertes

Gibt es Erwähnenswertes (positiv oder negativ) über das Thema „ausbeuterische Kinderarbeit“ hinaus in Bezug auf die Arbeits- und Produktionsbedingungen?

  • Es liegen uns hierzu keine aussagekräftigen Informationen vor.

Links und Quellen

  1. Abercrombie & Fitch – Code of Conduct []
  2. Abercrombie & Fitch – Monitoring []
  3. Abercrombie & Fitch – Remediation & Collaboration []
  4. SOMO – Centre for Research on Multinational Corporations/ICN – India Committee of the Netherlands: Maid in India [] []
  5. Abercrombie & Fitch – Policies []

Bedeutung der Farbpunkte

Unternehmenspolitik gegen Kinderarbeit

Firma hat Verhaltenskodex, der sich eindeutig gegen Kinderarbeit auch bei Lieferanten ausspricht, bzw. produziert ausschließlich unter Bedingungen, die Kinderarbeit strukturell ausschliessen.

Firma spricht sich gegen Kinderarbeit aus, hat aber keinen Verhaltenskodex oder ähnliches.

Firma hat weder Verhaltenskodex noch liegen uns andere Aussagen vor, in denen sie sich gegen Kinderarbeit ausspricht oder sie meint, dass die Problematik sie nicht betrifft (dies wird im Firmen-Detail erläutert).

Kontrollen der Produktionsstätten

Es gibt unabhängige Kontrollen in allen relevanten Produktionsstufen bzw. in allen relevanten Stufen der Lieferkette.

Es gibt nur interne,  nur teilweise (das heißt: nicht in allen relevanten Produktionsstufen bzw. nicht in allen relevanten Stufen der Lieferkette) externe bzw. unabhängige oder zweifelhafte externe Kontrollen.

Es gibt keine Kontrollen bzgl. Kinderarbeit oder die Firma macht dazu keine Angaben.

Vorwürfe bezüglich Kinderarbeit

Es gibt keine konkreten Vorwürfe oder es gab Vorwürfe, die aber glaubhaft widerlegt wurden oder sich nicht erhärteten.

Erhärteten Vorwürfen wurde nachgegangen und ‚positiv‘ reagiert. ‚Positiv‘ = Den betroffenen Kindern wird eine Alternative / Entschädigung geboten.

Es gibt ernstzunehmende Vorwürfe und es wird nicht oder ‚negativ‘ darauf reagiert. ‚Negativ‘ = Es gab nur interne Kontrollen, Vorwürfe wurden abgestritten oder die Geschäftsbeziehungen wurden einfach beendet.

Engagement gegen Kinderarbeit

Firma engagiert sich langfristig und aktiv gegen ausbeuterische Kinderarbeit, d.h. nicht nur mit Geldspenden.

Firma engagiert sich im sozialen Bereich, aber nicht direkt in Bezug auf Kinderarbeit oder lediglich mit Geld- oder Sachspenden.

Kein Farbpunkt: Uns liegen keine Informationen über relevantes soziales Engagement der Firma zur Verhinderung von ausbeuterischer Kinderarbeit vor.

Ein Kommentar zu Abercrombie & Fitch

  1. Hofer Anna sagt:

    Ich finde erschreckend, wie wir alle zusehen und keiner unternimmt tatkräftig etwas. Ich nehme mich hierbei nicht aus! Die ganze Welt weiß darüber Bescheid. Wir reagieren auf Mails, Zeitungsausschnitte uvm sehr schockiert kaufen aber weiterhin „betroffene Objekte“.
    Ich bin entsetzt über mich und die Welt!!!!!!!!!!

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