Baumwollpflanze

Baumwolle

Betroffene Länder

Wo wird mit Kinderarbeit produziert?

Ein Großteil der Baumwolle auf dem Weltmarkt stammt aus Indien, Pakistan, Usbekistan und Ägypten.1) Von hier sind ernsthafte Vorwürfe über ausbeuterische Kinderarbeit im Baumwollanbau und Baumwollernte bekannt geworden.

Fallbeispiel:

Schicksal von Abdul aus Ägypten
Neben seiner Mutter steht der 7jährige Abdul Rachman. Er sieht erschöpft aus. Beschmutzt mit Schweiß und Dreck, mit Löchern in Schuhen und Hose, sein Gesicht eine Maske aus Leiden und Elend. „Es ist meine Aufgabe die Würmer von den Baumwollblättern zu sammeln.“ erzählt er, „Aber es ist schwierig. Die Würmer, die die Baumwolle essen, sind schwer zu erkennen und die Erde ist trocken und staubig. Ich fühle mich krank in der Hitze, aber ich muss arbeiten. Meine Familie braucht Brot.“
The Guardian: Kinderarbeit in Ägypten

Tätigkeiten

Welche Arbeiten werden von den Kindern ausgeführt?

Baumwolle wird in riesigen Monokulturen angepflanzt und ist deshalb äußerst anfällig für Ungeziefer. In den Sommermonaten müssen die Kinder infizierte Blätter mit den Händen entfernen. Zudem werden sie zur Ernte der Baumwolle eingesetzt. 2)

Konsequenzen

Welche Gefahren und Folgen ergeben sich für die Kinder?

Jährlich sterben ca. 28.000 Baumwollpflücker durch Pestizide. Kinder sind gefährdeter als Erwachsene, weil ihre Organe für den Abbau von Schadstoffen noch nicht vollständig ausgebildet sind. Zudem gelangen die Gifte schneller durch die wesentlich dünnere Kinderhaut. Viele leiden an chronischen Augenentzündungen, Nieren- und Leberproblemen oder Atemwegserkrankungen.

Verbraucher-Tipps

Wie können wir gegen Kinderarbeit aktiv werden?

Seit 2007 gibt es auch in Deutschland Produkte mit dem Fair Trade Certified Cotton-Siegel. Es garantiert, dass Textilien aus Baumwolle nicht mit ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt wurden. 3)

Quellen + Links