Lieber Fair Trade als Pleite

Bild: © n.v. -

Diesen Schluss zogen viele Bauern aus Mauritius, nachdem in den vergangenen drei Jahren der Preis von Zucker um 36 Prozent fiel. Der Großteil des hergestellten Zuckers wird nach Europa oder in die USA verkauft. Da die Menschen dort bereit sind, für ein Produkt, das ohne chemische Düngemittel oder Kinderarbeit hergestellt wurde, mehr zu bezahlen, bekommen die Bauern für eine Tonne Zucker bis zu 60 Dollar mehr.

Die trotz allem aufwendige und vor allem teure Prozedur, das Fair Trade Siegel zu bekommen, welche zwischen 1000 und 3500 Dollar kostet, wird in Teilen von der mauritischen Regierung übernommen. Im Gegenzug dazu müssen die Bauern einen kleinen Teil ihres Gewinns in soziale Projekte stecken, wodurch zusätzlich zum Beispiel das Bildungssystem verbessert wird.

Einige Bauern beklagen sich zwar aufgrund der Komplexität des Zertifizierungsprozesses, jedoch sind die meisten dazu bereit, dies für eine deutliche Gewinnerhöhung in Kauf zu nehmen. Der in Mauritius für Unternehmen zuständige Minister James Seetaram  möchte nun aufgrund dieses Erfolges die Subventionierungen auch auf andere Produkte, wie zum Beispiel Honig, Litschis, Blumen und Limetten ausweiten.

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