Elfenbeinküste: Kakao aus Kinderhänden

Bild: © n.v. -

 

Obwohl die Elfenbeinküste mit 40% gehandeltem Kakao, etwa 1.2 Millionen Tonnen pro Jahr, das führende Land auf dem Weltmarkt ist, gehört es dennoch zu den 20 ärmsten auf der Welt. Um diese Menge auch jedes Jahr fördern zu können, werden über 600.000 Kinderarbeiter auf den Farmen beschäftigt, von denen 12.000 ursprünglich aus den Nachbarländern, wie zum Beispiel Togo, Burkina Faso oder Mali stammen.

Der Ernterückgang der Kleinbauern, nachdem Großkonzerne wie Nestlé oder Mars sie aufgefordert hatten, Kinderarbeit auf ihren Plantagen zu verbieten, zeigt wie wichtig Kinder in der täglichen Arbeit geworden sind. Laut Friedel Hütz-Adams vom Siegburger Forschungsinstitut Südwind und Autor der Studie „Die dunklen Seiten der Schokolade“ wird das Problem nicht durch das Verbot der Kinderarbeit gelöst, da die Eltern ihre Kinder nicht arbeiten schicken würden, wenn es nicht überlebenswichtig wäre.

Die im Februar 2011 gegründete Organisation „Lebensgrundlage Kakao“ will die Lebensbedingungen von 75.000 ivorischen Kleinbauern bis 2014 verbessern, indem sie zum Beispiel landwirtschaftliche Schulungen anbietet. Laut dem Programm-Leiter Richard Rogers müsse man wenn man die Lage verbessern will bei den Bauern anfangen. Mitglieder dieser Organisation sind unter anderem Nestlé und Lindt. Trotz ihrer Mitgliedschaft ist nicht sichergestellt, dass diese auch auf fair gehandelten Kakao zurückgreifen. Obwohl Deutschland einer der größte Kakao-Konsumenten der Welt ist, sind nur wenige bekannte Hersteller in der Organisation Transfair. Eine ihrer Grundregel ist es, den Bauern einen Mindestpreis zu zahlen.

Andere Länder wie zum Beispiel Großbritannien sind uns schon voraus, da zum Beispiel dort Nestlé schon seine Produkte auf Fairtrade umgestellt hat. Ein anderer Vorteil der Fairtrade Schokolade ist außerdem, dass sie im Vergleich zu den konventionellen Schokolade einen um 1/3 weniger hohen CO² Ausstoß hat.

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