Kinder als Selbstmordattentäter der Taliban

Bild: © n.v. -

Bei einer Razzia an der pakistanischen Grenze wurden letzte Woche insgesamt 41 afghanische Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren befreit. Die Kinder waren in den Händen der Taliban und sollten in Pakistan zu Selbstmordattentätern ausgebildet werden. Das Ziel der Taliban ist, die Kinder zunächst einer Gehirnwäsche zu unterziehen und sie anschließend mit einer Sprengstoffweste „auf Selbstmordanschläge gegen afghanische und internationale Truppen“ vorzubereiten, so der Sprecher des Innenministeriums in Kabul. Den Eltern erklären die Taliban, dass sie die Kinder nach Pakistan bringen würden, um diesen dort eine kostenlose Ausbildung in einer Koranschule, einer sogenannten Madrassa, zu ermöglichen. Einer der geretteten Schüler berichtet: „Die Lehrer sagten mir, es würde nicht wehtun. Ich müsste nur losziehen und mich in die Luft sprengen.“ Die Kinder werden mit Drogen gefügig gemacht, ihr Körper von einer Sprengstoffweste bedeckt und dann in Menschenmengen geschickt. Diejenigen, die sich weigerten,  seien geschlagen und unter Druck gesetzt worden, dass ihre Eltern bei einer Verweigerung keine Belohnung erhalten würden. Die Taliban rekrutieren als Selbstmordattentäter besonders gerne Kinder, da diese an Kontrollpunkten oftmals seltener überprüft werden und daher das Ziel leichter erreichen.

Schätzungen zufolge existieren 13.000 Koranschulen in Pakistan, die sogenannte Mudschahidin, „heilige Kämpfer“, für den Krieg ausbilden. „Die meisten Eltern sind so arm, dass sie froh sind, wenn jemand verspricht, für ihre Kinder zu sorgen. Manche Jungen werden auch entführt, andere Eltern schicken ihre Kinder bewusst in den Heiligen Krieg, in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft im Jenseits“, so eine Therapeutin von Selbstmordattentätern. Den Kindern wird eingetrichtert, dass die Amerikaner böse seinen und durch Pakistan unterstützt würden. Im Koran stehe, dass man sie deshalb töten müsse. Für die Tötung würde sie dann eine Belohnung im Paradies erwarten.

 

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