China: DNA-Test soll vermisste Kinder identifizieren

Bild: © n.v. -

Um gegen den Kinderhandel vorzugehen, wollen chinesische Behörden bettelnde Kinder mithilfe von DNA-Tests identifizieren, um festzustellen, ob sie als vermisst gelten. So sollen in einer groß angelegten Datenbank alle bettelnden Kinder aufgenommen werden. Die ehrgeizige Initiative der Regierung in Peking zielt darauf ab, bis 2012 einen Großteil der Kinder von der Straße zu holen und dadurch das Betteln stark zu reduzieren. Nachdem die Kinder von der Straße geholt wurden und ihre DNA aufgenommen wurde, wird mithilfe dieser Informationen versucht, die Eltern zu identifizieren. Wenn die Eltern der Vermissten vorher bei ihrer lokalen Behörde eine DNA Probe hinterlegt haben, können die Kinder so schnell und einfach zugeordnet und den Eltern übergeben werden. Das Projekt will die Kinder somit wieder in ihr altes Umfeld integrieren und in die Schule schicken. Seit September 2011 wurden dank der Datenbank etwa 1.400 Kinder mit ihren Eltern vereint.

China ist sowohl Ursprungs-, Ziel- als auch Durchgangsland von Kinderhandel, wobei der größte Teil der Kinder innerhalb des Landes selbst gehandelt wird. Schätzungen zufolge gibt es jährlich etwa 10.000 bis 20.000 Opfer. Im Dezember 2011 konnten nach intensiver sechsmonatiger Investigation 608 Verdächtigte zweier Kinderhandelsringe festgenommen werden. Die Strategie der Polizei zielt darauf ab, den Käufermarkt zu zerstören, um somit die Nachfrage zu reduzieren.

 

 

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Trafficking in Persons Report China 2011

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