12. Februar – Welttag gegen Kindersoldaten

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Am 12. Februar vor genau 10 Jahren wurde das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention zum Verbot von Kindersoldaten ins Leben gerufen, das  bislang von 143 Staaten ratifiziert wurde. Aus diesem Grund ist der 12. Februar als sogenannter ‚Red Hand Day’ der internationale Tag gegen Kindersoldaten. Das Thema erlangte somit nicht nur weltweit Aufmerksamkeit, es wurden auch zahlreiche Abkommen und Gesetze dagegen unterzeichnet. Der Einsatz von Kindersoldaten wurde dadurch als Kriegsverbrechen eingestuft, wodurch verantwortliche Militärs vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt werden konnten. UNICEF und viele andere Organisationen unterstützten aktiv die Durchsetzung des Abkommens.

Wichtigste Punkte im Kampf gegen den Einsatz von Kindern, sind die Demobilisierung und die Wiedereingliederung ehemaliger Kindersoldaten in die Gesellschaft. Viele werden von ihren Familien und Dörfern verstoßen und nicht wieder aufgenommen. So wird neben psychologischer Betreuung und Ausbildungsprogrammen verstärkt Fokus auf die Unterstützung der Familien gelegt, um beide Seiten auf die Wiedereingliederung vorzubereiten. Nur durch eine endgültige Integration in Familie und  Gemeinschaft kann ein erneuter Rückfall verhindert werden. Der vom UN-Sicherheitsrat 2011 veröffentlichte Bericht nennt aktuell 15 Länder, in denen insgesamt ca. 250.000 Kinder in bewaffneten Konflikten eingesetzt werden. Dabei rekrutieren sowohl Guerillaorganisationen als auch Regierungstruppen Kinder in ihren Reihen. Die Hälfte von 169 ehemaligen Kindersoldaten gaben bei einer Befragung an, schon einmal getötet zu haben. 60 Prozent der Mädchen berichteten von sexuellen Übergriffen. Laut UNICEF enthält das Zusatzprotokoll noch Schwachstellen, die eine konsequente Eindämmung des Problems verhindern. So ist der Militärdienst für Jugendliche über 15 Jahre legitim, solange sie nicht an Kampfeinsätzen beteiligt werden. Auch die Bundeswehr nimmt bis heute Freiwillige ab 17 Jahren auf.

 

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