Kinderarbeitsindex 2012: Weltweiter Anstieg gemeldeter Fälle von Kinderarbeit

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Die jährliche Studie von Maplecroft zur Erschließung des Kinderarbeitsindex hat ergeben, dass weltweit ein Anstieg gemeldeter Fälle von Kinderarbeit zu beobachten ist. Im Moment werden insgesamt 76 Länder und damit 40 % als Länder mit extremem Risiko für das Vorkommen Kinderarbeit eingestuft, was einen Anstieg von 10 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Zurückzuführen ist der starke Anstieg auf die Verschlechterung der globalen Sicherheitslage sowie den Konjunkturrückgang.

Der Kinderarbeitsindex evaluiert die Häufigkeit und den Schweregrad von Fällen der Kinderarbeit, die gemeldet werden. Das höchste Risiko für Kinderarbeit zeigt  sich meist in Konfliktländern und Ländern mit autoritären Staatsformen. So stehen an der Spitze des Index die Länder Myanmar, Nordkorea, Somalia und der Sudan. DR Kongo, Zimbabwe, Afghanistan, Burundi, Pakistan und Äthiopien dagegen sind die Länder, in denen die Regierung am wenigsten gegen Kinderarbeit vorgeht.

Der Index wurde entwickelt um zum einen das Ausmaß der Kinderarbeit in den einzelnen Ländern zu erfassen, andererseits um die Leistung der Regierung hinsichtlich der Unterbindung von Kinderarbeit publik zu machen. Somit kann der Index Unternehmen ermöglichen, das Risiko des Vorkommens von Kinderarbeit innerhalb ihrer Lieferketten zu identifizieren. Im Bezug auf die Lieferketten von Unternehmen stellen vor allem die Länder Philippinen, Indien, China, Vietnam, Indonesien und Brasilien kritische Fälle dar.

Nach Angaben der internationalen Arbeitsorganisation arbeiten momentan weltweit mehr als 215 Millionen Kinder, davon führen 115 Millionen gefährliche Arbeit aus.

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