Armut und Kinderarbeit in Buenos Aires

Bild: © n.v. -

Eigene Eindrücke aus einem kürzlichen vier-wöchigen Aufenthalt in Buenos Aires:

Des Nachts sind Buenos Aires Straßen voll von Menschen, die den Müll nach brauchbaren Materialien, wie Karton, Plastik und Flaschen sortieren. Unter ihnen sieht man ständig Kinder, die ihren Familien dabei zur Hand gehen. In den schlimmsten Fällen kann man sogar Menschen sehen, welche die Müllsäcke nach Essensresten durchwühlen, vor allem diejenigen, die von Restaurants zur Abholung auf die Straße gestellt werden. Dieses Schauspiel kann man jede Nacht beobachten, in der Zeit von ca. 22.00 Uhr bis 0.00 Uhr, bis die Müllabfuhr ihre Arbeit beginnt. Auch Kinder, die an den Ampeln stehen, um Kunststückchen vorzuführen oder Kinder, die durch Gaststätten ziehen, um kleine Produkte zu verkaufen, sind nichts ungewöhnliches. Schwer vorzustellen, daß diese Kinder regulär die Schule besuchen können. Eine glückliche Kindheit bleibt ihnen mit Sicherheit verwährt.

Ohne Zweifel handelt es sich hier teilweise um Folgen der schweren Wirtschaftskrise, die Argentinien im Jahr 2001 durchleben mußte. In dieser Zeit verloren viele Menschen ihre Arbeit und sind seither – zehn Jahre später – nicht wieder “auf die Füße” gekommen. Obwohl Argentinien im südamerikanischen Vergleich noch eines der wohlhabenderen Länder ist, sind Armut und deren Folgen täglich auf dessen Straßen sichtbar.

Über christian / EarthLink

Projektmitarbeiter, zuständig für die Entwicklung und Durchführung von Projekten bzw. Kampagnen, Fundraising, Einarbeitung und Betreuung von Praktikanten und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Aktuelle Projekte: Aktiv gegen Kinderarbeit, Drogen und Entwicklung, Facing Finance
Dieser Beitrag wurde unter Meinung abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>